Das Vogtland ist ein typisches Durchzugsland. Entlang der Weißen Elster verlief die alte Handels- und Heerstraße von Leipzig nach Prag, die sich in Plauen mit der Straße von Nürnberg nach Dresden kreuzte. Die Kelten waren hier, die Römer?, Germanen auch und die Slawen sowieso. Im frühen Mittelalter war das mittlere und nördliche Vogtland (das obere Vogtland sehr dünn) von slawischen Sorben besiedelt. Die ersten Deutschen kamen aus der Franken und der Oberpfalz. Allmählich entstand eine germanisch-slawische Mischbevölkerung. Durch Bergbau und Textilindustrie, Kriege und dem Zuzug böhmischer Protestanten gab es weitere starke Einflüsse von außen, die die Vogtländer prägten. Später, am Anfang des 20.Jahrhunderts sorgte die Plauener Spitze für eine regelrechte Goldgräberstimmung. Plauen explodierte und es kamen viele Menschen aus ganz Deutschland ins Vogtland. Nach dem 2.Weltkrieg fanden hier viele Schlesier und Sudetendeutsche eine neue Heimat.
So kann man eigentlich vom typischen Vogtländer nicht sprechen. Trotzdem gibt es große Unterschiede zwischen Stadt und Land, Zwischen mittleren und nördlichen und dem Oberen Vogtland. Typisches Beispiel dafür ist die Bevölkerungsentwicklung nach der Wende. In den Dörfern ist die Bevölkerungszahl nahezu konstant geblieben. Im Gegensatz dazu haben die Städte ein Drittel der Bevölkerung verloren.