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Das vogtländische Bauernhaus

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Die älteste Bauweise war der Blockbau.

Die Baumstämme werden ringweise aufeinander gelegt und an den Ecken durch Übergreifen der Enden verbunden. Der obere Kranz ist ein umlaufender Ring, der das Dach trägt.

Sehr alt ist auch der Lehmbau.

Der gestochene Lehm wird eingeweicht und mit kurzgehacktem Stroh als Bindemittel vermischt. Schichtweise wird nun der Lehm auf die eingeebnete Erde oder auf ein Bruchsteinfundament aufgetragen. Auf den 50 – 70 cm starken Lehmstock der Wände wurde dann der Rähm, also ein oberer Balkenring und der Dachstuhl gesetzt. Der Lehmbau hatte große Vorteile: er war billig, die Wände waren dauerhaft, feuerfest, trocken und warm.

Der Bodenständerbau oder „Umgebinde“ ist im Vogtland sehr verbreitet. Hier trägt ein Ständerwerk von Säulen und Spannriegeln die Stützkonstruktion für das Obergeschoß und Dach. Die Stubenwände werden als Bohlenwände ausgeführt.

Der Fachwerkbau beginnt seit dem 16. Jahrhundert.

Starke Eichenstämme werden für Ständer und Schwellen verwendet. Riegel und Querstreben halten das Gefüge zusammen. Hier ist gute Zimmermannsarbeit gefordert. Zur Ausfüllung werden Stakhölzer mit Strohwickel umwunden und mit Lehm beworfen.

Damals gliederte sich das Haus in 3 Räume unter einem Dach. In der Mitte der Flur mit Haustür und Feuerstelle, zumeist gemauert. Auf der einen Seite war der Wohn- und Schlafraum, auf der anderen Seite der Stall. Die Scheune stand entweder angebaut oder im Winkel oder auch einzeln.
Von Franken her eingeführt wurde die übliche Bauart des vogtländischen Bauernhofes 3 seitig (z. B. Lochbauer). Später wurden die Häuser mit schönen Schmuckelementen versehen. Besonders im südlichen Vogtland wurde die Schönheit des egerländischen Fachwerkes bekannt. Dabei schuf die Zimmermannsfamilie Fischer von 1760 – 1820 die schönsten Höfe. Beispiele sind Landwüst und Raun.

Das Dach wurde als Sparrendach gebaut und mit 30 cm Strohdeckung versehen. Die Vorteile waren Selbsterzeugung, regen- und wasserdicht, luftdurchlässig, elastisch, kühl im Sommer, warm im Winter. Der Nachteil war die hohe Feuergefahr. Darum kamen später die Dachschindeln zum Einsatz, die aus Fichten oder Tannenholz geschnitten waren, was um 1800 üblich war. Später breiteten sich die Schieferdächer immer mehr aus, während die Ziegelabdeckung seltener war.