Die älteste Bauweise war der Blockbau.
Die Baumstämme werden ringweise aufeinander gelegt und an den Ecken durch Übergreifen der Enden verbunden. Der obere Kranz ist ein umlaufender Ring, der das Dach trägt.
Sehr alt ist auch der Lehmbau.
Der gestochene Lehm wird eingeweicht und mit kurzgehacktem Stroh als Bindemittel vermischt. Schichtweise wird nun der Lehm auf die eingeebnete Erde oder auf ein Bruchsteinfundament aufgetragen. Auf den 50 70 cm starken Lehmstock der Wände wurde dann der Rähm, also ein oberer Balkenring und der Dachstuhl gesetzt. Der Lehmbau hatte große Vorteile: er war billig, die Wände waren dauerhaft, feuerfest, trocken und warm.
Der Bodenständerbau oder „Umgebinde“ ist im Vogtland sehr verbreitet. Hier trägt ein Ständerwerk von Säulen und Spannriegeln die Stützkonstruktion für das Obergeschoß und Dach. Die Stubenwände werden als Bohlenwände ausgeführt.
Der Fachwerkbau beginnt seit dem 16. Jahrhundert.
Starke Eichenstämme werden für Ständer und Schwellen verwendet. Riegel und Querstreben halten das Gefüge zusammen. Hier ist gute Zimmermannsarbeit gefordert. Zur Ausfüllung werden Stakhölzer mit Strohwickel umwunden und mit Lehm beworfen.