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MüllerburschenWeg
Ein Wanderweg zu historischen Mühlen im Vogtländischen Mühlenviertel

Wandervorschlag für eine Rundwanderung im vogtländischen Mühlenviertel über 53 km

Mühltroff - Pausa - Mehltheuer - Syrau - Schneckengrün - Leubnitz - Rößnitz - Rodau - Kornbach - Mühltroff

Im nordwestlichen Teil des Vogtlandkreises befindet sich die Region „Vogtländisches Mühlenviertel“.
Dort um die Orte Leubnitz, Syrau, Pausa, Mühltroff und Mehltheuer standen einst viele Mühlen, hauptsächlich Wassermühlen, aber auch einige Windmühlen. Die Wassermühlen nutzten größtenteils die Wasserkraft der Flüsse Weida, Wisenta und des Rosenbachs. Urkundlich lässt sich das zahlreich angesiedelte Müllergewerbe im Vogtländischen Mühlenviertel bis ins frühe Mittelalter zurückverfolgen. An vielen Stellen erinnern die Straßen- oder auch bestimmte Ortsnamen an die frühere Müllerzunft. Wenige Mühlen sind erhalten geblieben und werden heute entgegen ihrer einstigen Bestimmung anderweitig genutzt. Einige Mühlen allerdings wurden liebevoll restauriert und zu Gaststätten und ähnlichen Einrichtungen, u. a. auch zu Museen, umgebaut. Der MüllerburschenWeg führt durch die reizvolle Landschaft des Vogtländischen Mühlenviertels zu den heute noch erhalten gebliebenen Mühlen und zu den historischen Spuren eines einst so regen Gewerbes in dieser Region - der Müllerei.

Den Beginn der Wanderroute kann jeder Wanderer selbst auswählen. Wir beginnen willkürlich an der Schlossgasse in Mühltroff und folgen der roten Markierung in Richtung Pausa. Etwa 250 m links nach dem Bahnübergang richten wir unsere Schritte den Stichweg zur Lippoldsmühle entlang. Danach laufen wir wieder zurück zur Abzweigung und der roten Markierung folgend in Richtung Pausa. Vorbei am Thierbacher Teich gelangt man durch den Mühltroffer Forst und Oberlinda (Aussichtspunkt) in das Dorf Linda (Ringwallanlage). Die rote Markierung endet etwa 350 m nach der Durchquerung Lindas. Beim Erreichen der Straße nach links wenden wir und folgen der grünen Wegmarkierung Richtung Bad Linda bis zum Rast- und Aussichtsplatz Pöhl. Ab hier gilt wieder die rote Markierung und zwar in Richtung Wallengrün. Nach dem Passieren der Wallengrüner Mühle mit ihrem hohen Schornstein (Storchennest) und dem Überschreiten der Weida (einem linken Nebenfluss der Weißen Elster) nach rechts richten wir uns nach der grünen Markierung. Flussaufwärts erreicht man nacheinander die Zebaothsmühle und vorbei an der Agrargenossenschaft „Weidagrund“ e. G. die Oertelsmühle.

Ab hier bleiben wir weiter auf der Talstraße in Richtung Pausa. Die rote Markierung verlässt ca. 250 m nach der Weidabrücke das Tal. Weiter geht es im Tal (ohne farbliche Markierung) durch die Pausaer Vorstadt bis zum Standort der abgerissenen Stadtmühle Pausa. Unterhalb der Pausaer Kirche, am Plauenschen Tor, halten wir uns rechts bis zur Gaststätte „Grünes Tal“. Dort bewegen wir uns nach rechts auf die Plauensche Straße, der wir bis zur Hasenmühle in Oberreichenau folgen. Dann halten wir uns an den links abzweigenden Weg mit der Bezeichnung “Am Mühlgraben“ bis zum Erreichen des Fußweges längs der Plauenschen Straße. Auf diesem gelangen wir später links von der Landstraße abbiegend zum Freibad Pausa. Ab hier ist der weitere Weg in Richtung EIm wieder rot markiert, der über Unterpirk und nach Querung der B 282 erreicht wird. Ein Abstecher nach rechts zum Aussichtspunkt EIm bietet uns eine herrliche Aussicht nach Süden. Wieder zurück ist ab der Elmbrücke (Bahnlinie Plauen-Hof) der Weg blau markiert (Europäischer Fernwanderweg Eisenach - Budapest “EB“). Dieser führt nach Drochaus. Wir halten uns in Richtung des Ortsteiles Geiersberg auf der Straße in Richtung Oberpirk.

Danach wird die Bahnlinie überschritten und nach wenigen Minuten Oberpirk erreicht. An der ersten Abzweigung nach rechts (Interessierte können noch etwa 150 m weiter in den Ort hinein laufen, um die dort links etwas versteckt liegende kleinste Talsperre, zumindest in Europa, zu besichtigen) verfolgen wir diesen Weg durch ein weitläufiges Wiesengelände (ehemaliger Torfstich) - rechts liegen die Bitthäuser - bis zur Fasendorfer Straße. Die Fasendorfer Straße begehen wir nach links und überqueren nach etwa 300 m die B 282. Hinter den Häusern befindet sich ein Wirtschaftsweg, der nach rechts an den noch vorhandenen Resten der Oberpirker Windmühle vorbei direkt nach Mehltheuer führt. Er endet an der Antonstraße, in welche wir rechts kurz einbiegen, um sofort wieder nach links die Goethestraße hinab zu laufen. An der Kreuzung mit der Bundesstraße setzen wir unsere Wanderung auf der gegenüberliegenden Seite mit der Unterführung unter dem Gelände der Deutschen Bahn fort. Wir finden uns auf der Leubnitzer Straße wieder, die nach links zur rechts abzweigenden Hohen Straße führt.

Auf der Hohen Straße erreichen wir nach etwa 250 Metern die Kreuzung mit der Waldstraße, welche uns kurz vor Erreichen der B 282 (nach rechts gehend zum Sportplatz Mehltheuer führt. Ab dem Mehltheuerer Sportplatz geht es auf dem Europäischen Fernwanderweg „Eisenach - Budapest“ (EB) auf dem „Grenzweg“ in Richtung Waldschänke „Klein Amerika“. Wir befinden uns im thüringisch- sächsischen „Grenzgebiet“.

Von „Klein Amerika“ führt der Weg weiter auf dem „Mühlenweg“ (schwarze Mühle auf weißem Grund) über die „Schwarze Brücke“, danach rechts parallel zur Eisenbahnlinie (Bahnlinie Plauen- Hof- München) und die „Birkenallee“. Von weitem sieht man auf einer kleinen Anhöhe, der „Drachenburg“, die mächtigen Ruten der Syrauer Windmühle (Öffnungszeiten: Mai-Sept. Sa, So, Feiertag von 11- 16 Uhr, Juli- Aug.: Di- So von 11- 16 Uhr, andere Zeiten nach Vereinbarung, Führungsdauer ca. 30 min; Tel.:03 7431/3735) schon herübergrüßen.
Zur nächsten Mühle, führt der Weg auf der Fröbersgrüner Straße ins Dorf Syrau . Hier berühren wir den Vogtland Panorama Weg ®. Im Höhlenpark, unter dem sich das Labyrinth der Syrauer Drachenhöhle (Öffnungszeiten: Mo-So von 9.30-17.00 Uhr, verkürzte Öffnungszeiten in den Wintermonaten; Tel.: 03 743 1/3 735) erstreckt, befindet sich auch der Eingang zur Höhle, der einzigen Schauhöhle Sachsens und eine der schönsten Tropfsteinhöhlen Deutschlands.

Weiter der nächsten Mühle folgend geht es über den Kaffeesteig und die August- Bebel- Straße (ab hier ohne Markierung), vorbei an Syrabach und Heideteich in das Naturschutzgebiet Syrau- Kauschwitzer Heide. Dieses Gebiet ist eine im Vogtland einmalige, reich strukturierte Heidelandschaft, die als Lebensraum besonders wichtig ist für Wiesen- und Bodenbrüter wie Braunkehlchen, Wiesenpieper, Rebhuhn, Wachtel; Heckenbrüter wie Neuntöter, Goldammer sowie Wat- und Wasservögel wie Bekassine, Kiebitz, Teichhuhn und Rohrammer.

Am Heideteich geht es rechts weg bergan bis zur 7 Wegekreuzung und -ab hier der grünen Markierung folgend- durch den Wald auf Schneckengrüner Flur. Vorbei geht es an dem idyllisch gelegenen ehemaligen Waldgasthof „Reiboldsruh“. Kurz nach diesem interessiert den Kenner sicher die Orchideenwiese links im Grund des Kuhbergbachs (zur entsprechenden Jahreszeit). Weiter auf der grünen Markierung durch den Wald hat man vom Waldrand aus bald Schneckengrün mit dem „Kuhberg“ vor sich, aber auch einen weiten Blick in die herrliche vogtländische Landschaft des Burgsteingebietes. Von hier begehen wir den Kirchsteig Leubnitz- Reiboldsruh hinab zum Gasthof Teichmühle in Leubnitz. Am Zaun des Teichmühlengeländes an der Schneckengrüner Straße entlang führt unser Weg über die Wiese hinunter zum Abfluss des Blauteiches (großer Teich an der Straße neben der Teichmühle). Danach am Waldrand entlang des Waldstückes „Spiegelleithen“, vorbei an der Forstmühle (Geschichte: 1495 - erstmalige Erwähnung, 1500 - 1 Mühlrad, 1596 - Erweiterung mit 3 Mahlgängen und 1 Schneidgang, um 1850 - 2 Mahlgänge und 1 Ölmühle, 1943-46 - Entstehung des heutigen Mühlen- und Schneidkomplexes, nach 1946 - Entwicklung zu einer modern ausgerüsteten Roggenmühle, 1990 - Stillegung der Mühle, heute - privater Landwirtschaftsbetrieb, heute noch zu sehen: Mühlengebäude, Mühlsteine), die man auf der gegenüberliegenden Talseite sehen kann, bis zur Papiermühle. An den Häusern der Papiermühle wird die Brücke über den Rosenbach überquert und der Weg, der nach links am alten Steinbruch vorbei durch den Wald in Richtung Rößnitz führt, benutzt. Dieser Weg führt zum Teil am alten Mühlgraben der Rößnitzer Mühle entlang. Vorbei am Gebäude der Mühle erreicht man die Ortsmitte Rößnitz. Der Weg führt weiter auf der Straße Richtung Leubnitz. Etwa 200 m nach dem Ortsausgang zweigt links eine asphaltierte Straße in Form eines Hohlweges ab. Es ist die alte Ortsverbindungsstraße Rößnitz - Rodau, die wir nun durch den Wald bis zum Waldausgang verfolgen. Dort führt ein Weg rechts ab hinunter zum Gasthaus Weißmühle. An der Weißmühle biegen wir links ab auf die Landstraße Richtung Rodau. Neben der Straße sieht man noch einige Reste des alten Mühlgrabens. Nachdem das rechts an der Strecke liegende Waldbad Rodau passiert ist, überquert die Straße einen Bach. Etwa 800 m oberhalb der Brücke vereinigen sich Holzwiesenbach und Steinichtbach zum Rosenbach. Am Ortseingang Rodau erreichen wir die Hahnmühle.

Der Weg führt weiter zum Dorfplatz Rodau und von da nach rechts in Richtung Schönberg. Etwa 500 m nach dem Ortsausgang Rodau zweigt links die alte Straße nach Kornbach ab, der wir bis dorthin folgen und uns dort links halten. In der Ortsmitte zweigen wir nach rechts in die alte Straße nach Mühltroff ab. Diese führt über eine neugebaute Eisenbahnbrücke bis hinein nach Mühltroff . Gegenüber, am anderen Ufer des Flüsschens Wisenta, befindet sich die Obermühle, die erste der drei Wassermühlen in der Ortslage Mühltroff. Der Weg verläuft nun am Fußballplatz vorbei in Richtung Schloss (ehemaliger Mühlgraben) bis zur Kirchgasse. Nach Überquerung dieser gelangt man wieder zum Ausgangspunkt der Wanderung, zur Schlossgasse, die nahe der Herrenmühle verläuft.

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GPS - Daten

Anschrift: Geschäftsstelle „Vogtländisches Mühlenviertel"
Am Park 1
08539 Leubnitz
Tel.: 03 74 31/8 62 00
Internetseite: www.muehlenviertel-vogtland.de